Die Wahlen in vielen Ländern führen mittlerweile zu sehr hitzigen Debatten über die jeweiligen politischen Gegner. Die politische Linke stellt die politische Rechte gern als Rechtsextremisten dar und umgekehrt. Ein großer Knackpunkt ist vor allem in Europa der Umgang mit Migranten und die Gesetzgebung zur Zuwanderung und Einbürgerung. Im Streit um die Migrationspolitik wird den Rechten gern die Rechtstaatlichkeit und Demokratiefähigkeit abgesprochen. Linken wird dagegen das Trachten nach Kommunismus und Bekämpfung weißer Gesellschaften unterstellt.
Darüber hinaus werden die linke und rechte politische Seite als Repräsentanz von Gut und Böse dargestellt. Dabei wissen beide Seiten aber oftmals gar nicht klar, wofür die Einteilung in Rechts und Links eigentlich stehen. Es ist ebenso unbekannt, dass in einer normal, üblichen politischen Verteilung der politischen Einstellung der Menschen immer etwa die der Menschen links und die andere Hälfte rechts steht. Die politische Mitte wird in den Messungen oftmals gezielt so gewählt, dass sie sich eben in der Mitte aller Meinungen und Einstellungen befindet.
Grundsätzlich kann man sagen, dass die Linke für die Stärkung der Gemeinschaft und die Rechte für die Stärkung des Individuums steht. Die Einteilung ergab sich bereits in der Französischen Revolution nach dem Ende des Mittelalters. Daraus ergeben sich natürlich auch verschiedene Folgeeigenschaften. Die Linke steht für mehr Umverteilung von reich nach arm, Verstaatlichungen und über das Solidaritätsprinzip auch für eine Abschaffung staatlicher Autorität bis hin zur Abschaffung der Nationalstaaten. Die Rechten stehen dahingegen für Konservatismus, eine starke Wirtschaftspolitik, starke Rechte des Einzelnen und die Freiheit des Individuums.
Hier beginnt dann der Konflikt in der Migrationspolitik. Die Linke lehnt die Existenz von Nationalstaaten ab und kämpft für die Solidarität aller Menschen weltweit untereinander. Dazu gehört natürlich auch due Aufnahm von Migranten in das eigene, reiche, europäische Land. Die Rechte verteidigt dagegen die Nationalstaatlichkeit und die Eigenverantwortung der Staaten und Völker.